Abschiedsgottesdienst für Heidi Kohl als Gemeindereferentin

22.06.2021 |

„… in normalen Zeiten, wäre die Kirche vermutlich rappelvoll…“ sagte Pfarrer. Dauer in seiner Anfangsansprache im Abschiedsgottesdienst für und mit Gemeindereferentin und Seelsorgerin Heidi Kohl am Sonntag, 20.06.2021 in der Christkönigskirche Großsachsen.
 
Die Kapazität der Kirche war schon durch die Vertreter*innen der vielen verschiedenen Gruppierungen erreicht, mit denen Heidi Kohl in den vergangenen 15 Jahren in der Pfarrgemeinde St. Jakobus, in der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg, und an den Schulen in Lützelsachsen, Hohensachsen und Großsachsen zusammengearbeitet hatte.
 
Es war ein fröhlicher und berührender Gottesdienst, begleitet von der Familienband St. Jakobus.

 
In ihrer Predigt ging Heidi Kohl auf das Evangelium der Sturmstillung Mk 4, 35-41 ein. In dieser faszinierenden „Wundergeschichte“ wird klar, wie wichtig unser Glaube und Vertrauen in Gott ist. Sie verglich die aktuelle Kirche mit dem im Sturm hin und hergeworfenen Boot, in dem viele Christen vieler Couleur versuchen das schaukelnde Boot mit unterschiedlichen Strategien wieder in ruhigere Gewässer zu bringen. Laut dem Evangelium sollte ein Wunder geschehen, wenn die Mann- und Frauschaft den schlafenden Jesus weckte. Danach wäre lt. dem Evangelium erstmal völlige Stille. Diese Stille, so Heidi Kohl, sollte bewirken und genutzt werden einmal innenzuhalten, durchzuatmen, allein und gemeinsam zu beten, einen Standpunkt zu finden.

Danach wäre Kirche vermutlich eine andere. Und wenn wir es schafften unsere Gedanken miteinander zu teilen, offen, neugierig, wertschätzend nachzufragen, zuzuhören, Unsicherheiten auszuhalten und auch ökumenische Pläne schmiedeten… dann können wir vor Ort vielleicht sogar das ein oder andere Wunder vollbringen.
Mut macht ihr dabei auch die Aussage des Apostel Paulus „Denn Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Gelassenheit“ und die Zusage Jesu „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“
 
Am Ende bedankte sich Schuldekan Markus Bender bei Heidi Kohl für ihren prägenden Einsatz als Religionslehrerin in den Grundschulen in Lützelsachsen und Hohensachsen. Für das Seelsorgeteam bedankte sich Gemeindereferentin Michaela Mikula bei Heidi Kohl für die gute und erfrischende Zusammenarbeit im gesamten Team.
Antje Blank bedankte sich im Namen des Pfarrgemeinderates und der ganzen Pfarrgemeinde sehr herzlich bei Heidi Kohl für ihr übergroßes, persönliches und herzliches Engagement in der Pfarrgemeinde St. Jakobus und in der Seelsorgeeinheit. Sie hob hervor, wie Heidi Kohl mit ihrer klaren Spiritualität und ihrer offenen wertschätzenden Art Gott in den Alltag der verschiedenen Gruppierungen gebracht hat und viele neue Wege mit den Gemeindemitgliedern gegangen ist.
Alle wünschten Heidi Kohl alles Gute und Gottes Segen für ihre nächste Lebensphase im Ruhestand, mit mehr Zeit für ihre Familie.
(S. Buchholz)