Gottesdienst-Streaming - wie geht das?
Da kam der Workshop „Erfahrungsaustausch Gottesdienststreaming“ im Februar gerade recht. Josef Gierok berichtete, welche Tools und welches Equipment sich am besten eignet. „Der Ton ist das Wichtigste“ war z.Bsp. eine der Aussagen, die sich Daniel Rohleder vom Gemeindeteam St. Jakobus und Ulrich Topp von der Familienband St. Jakobus zu Herzen nahmen und begannen, das Streaming-Projekt voranzutreiben.
Ziel war es, alle fünf Erstkommunionsgottesdienste aus der Christkönigskirche zu übertragen und am Ende ein Equipment-Set zur Verfügung zu haben, dass in der gesamten Seelsorgeeinheit verwendet werden kann.
Zunächst begann Daniel Rohleder sich in die Regie-Software „OBS“ einzuarbeiten, die er auf dem privaten Rechner laufen ließ. Eine eigene Kamera wurde per Kabel angeschlossen, um die Totale vom Regieplatz hinten in der Kirche zu zeigen. Die Mikrofonanlage der Kirche wurde über ein langes Kabel an das Mischpult der Familienband angeschlossen, an dem jemand während der Übertragung den Lautstärkepegel dem jeweiligen Sprecher anpassen muss. Zwei Smartphones auf Stativen verbinden ihre Kamera über eine App, so dass ein einfaches Umschalten zwischen den drei Kameraperspektiven möglich ist, ohne dass jemand im Kirchenraum umherlaufen muss. Das Senden an den Youtube-Account der Seelsorgeeinheit erfolgt per LTE-Router. Das damit kein Full-HD-Bild übertragen werden kann, wurde beim ersten Erstkommunionsgottesdienst deutlich und so wurden die weiteren Gottesdienste mit einfacher Bildqualität, aber ruckelfrei und mit gutem Ton übertragen.
Das Stream-Team
Um fünf Erstkommunionsgottesdienste und den Partnerschaftsgottesdienst mit Peru in Folge zu streamen, braucht es ein Team! Dieses fand sich zum Glück recht schnell aus den Reihen der KjG Hohensachsen. Max Mayer war immer dabei und wurde unterstützt von Maternus Stein, Lisa Fuchs, Noah Sananikone, Vicky Staib und Anna Mayer. So konnte Daniel Rohleder, der jeweils die Abläufe in der Regiesoftware vorbereitete und sich um die Technik und Einverständniserklärung der Aktiven gekümmert hatte, an der Erstkommunion des eigenen Sohnes entspannt als Besucher teilnehmen.
Das Equipment
Bis zum Firmgottesdienst am 25. Juni war dann auch das meiste Equipment aus Mitteln der Seelsorgeeinheit beschafft und in Betrieb genommen. So konnte dieser Gottesdienst mit SE-eigenem Laptop, Kamera, zwei Smartphones inklusive Stativen, Kabeln und anderem Zubehör erfolgreich gestreamt werden.
Nun muss „nur“ noch eine Anleitung geschrieben und eine Transportkiste organisiert werden, dann kann das Streaming-Equipment ganz einfach überall in der SE eingesetzt werden. Die Streaming-Aktiven der Pfarreien sind bereits in gutem Kontakt und haben davon auch schon teilweise Gebrauch gemacht.
Feedback und Dank
Viele Familien haben sich herzlich dafür bedankt, da sie so doch noch die Möglichkeit hatten, live an der Firmung teilzunehmen.
Ein herzliches Dankeschön für die vielen Stunden Arbeit und den enormen Einsatz geht an Daniel Rohleder, Max Mayer und das ganze Streaming-Team in St. Jakobus, sowie die Streaming-Aktiven in den anderen Pfarreien, die auch dort schon etliche Gottesdienste live gestreamt haben.