Bischof Nann aus Peru zu Besuch

05.03.2018 |

Bischof Reinhold Nann, der aus Breisach stammt, wurde im letzten Jahr zum Bischof in Peru ernannt. Papst Franziskus schrieb zu seiner Ernennung: „Wir brauchen solche Botschafter der Hoffnung wie dich und solche Brückenbauer der Nächstenliebe.“

Auf Einladung der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg feierte er zusammen mit Pfarrer Schrimpf, Leiter der Seelsorgeeinheit, einen Gottesdienst in der Christkönigskirche Großsachsen.

Die Perugruppe der St. Jakobusgemeinde gestaltete zusammen mit Jugendlichen der KjG den Gottesdienst mit Fürbitten, Texten und Liedern.
Das Peruanische Credo wurde von der ganzen Gemeinde gesprochen:  
„Wir glauben an Gott, den Vater aller Menschen, der uns aufruft, geschwisterlich miteinander zu  leben. Wir wollen  gelangen von der Gnadenlosigkeit zu einem bewussten Leben, von der Passivität zur Aktion, von der Furcht zum Vertrauen, vom Schweigen zu öffentlichem Auftreten.“
 
In seiner Predigt erzählte Bischof Nann, ein „fidei donum“  Missionar,  dass er seit 20 Jahren in Peru lebt zum Beispiel in Lima, Trujillo  oder im Amazonasgebiet.

Sein neuer Wirkungsbereich ist die Prälatur Caravelli, die so groß ist wie Baden-Württemberg, aber nur 144.000 Einwohner hat. Bei einer Fahrt durch die Prälatur musste er 15.000 km zurücklegen, um die 22 Gemeinden zu besuchen, zu denen oft viele Dörfer gehören.  Er ist immer wieder begeistert von der Offenheit und Freundlichkeit der Menschen, denen er begegnet.

Sein Büro hat Bischof Nann in Chala.  Der Pfarrer der Gemeinde, Jesus Bardales, ist auch sein Sekretär und begleitet ihn auf seinen Reisen. Der Küstenort Chala etwas mehr als 10000 Einwohner und ist zentral gelegen. Daher kommen viele Menschen aus dem umliegenden Gebiet zum Einkaufen.
Aus den Anden kommen  Arbeiter, um beim der Goldgewinnung Geld zu verdienen, dazu wird aber Quecksilber benötigt, das sehr schädlich ist und kaum entsorgt wird.

Zum anschließenden Mittagessen hatte die Perugruppe einen peruanischen Eintopf für 70 Personen vorbereitet, die Jugendlichen der KjG boten Kaffee und Kuchen an. Ein Spendenkorb für das Essen brachte € 615 für die Partnerschaft.

Vertreter der Perugruppen aus Hemsbach und Weinheim St. Laurentius erzählten von ihren Erfahrungen mit ihren langjährigen Partnerschaften. Bischof Nann konnte viel  Fragen beantworten und beschrieb ein Bild der Situation in Peru.

Die St. Jakobusgemeinde Hohensachsen möchte nun mit der Gemeinde Chala eine neue Partnerschaft beginnen, nachdem die Kontakte zu zwei Gemeinden bei Puno, die 27 Jahre bestanden, nicht mehr aufrechterhalten werden konnten.

Die neue Partnerschaft soll offiziell an Christi Himmelfahrt eröffnet werden. Dazu ist der Pfarrer der Gemeinde Chala, Jesus Bardales, eingeladen.

Die Perugruppe freut sich mit den Jugendlichen der KjG auf den Neubeginn.
Artikel: Roswitha Böhrnsen

Artikel im Dekantsblatt "Kirche auf dem Weg" zum Besuch von Bischof Nann in der Märzausgabe.