Heiligen Laurentius in Fokus gerückt

WN vom 10.08.20

Kirchweih: Ersten ökumenischen Kerwegottesdienst mit Pfarrer Dr. Joachim Dauer und Pfarrer Dr. Stefan Royar im Hof des Werner-Heisenberg-Gymnasiums gefeiert.

Die Kerwe ist den Weinheimern zwar heilig, aber beim Gottesdienst stand ein Heiliger im Mittelpunkt, nach dem sich die katholische Kirche und ihre Gemeinde am Marktplatz benannt haben: St. Laurentius. Im Jahr 258 nach Christus in Rom ermordet, hat er vor seiner Hinrichtung dem römischen Kaiser klargemacht, was die wahren Schätze in einer Stadt sind: die Armen. Ihnen gebührt die größte Zuwendung.
Das wünschten sich Dauer und Royar im Gottesdienst auch für die Stadt Weinheim. Nur so sei ein friedliches, wertschätzendes Miteinander möglich. Wenn dies der Fall sei, gebe es auch künftig rauschende Kerwefeste im Zeichen der Gemeinschaft. Royar hatte die Besucher des Wortgottesdienstes eingangs mit dem Spruch „Vom Hutplatz bis zum Gunßer bleibt die Kerwe unser“ willkommen geheißen. Corona habe die Gesellschaft ausgebremst wie ein Rumms beim Autoscooter, aber das Leben drehe sich weiter wie ein Karussell, fügte Royar hinzu. Dauer stellte St. Laurentius in den Blickpunkt, dessen Gedenktag am 10. August auch der Grund für das Datum der Weinheimer Kerwe ist.
Am Gottesdienst nahmen unter anderen Oberbürgermeister Manuel Just mit Frau und sein Vorgänger Heiner Bernhard sowie elf Trachtenträger vom Heimat- und Kerweverein „Alt Weinheim“ teil. Für die Musik sorgte eine Bläsergruppe mit Peter Pflästerer, Posaunenchorleiter in der Johannisgemeinde. dra